Analfissur erfolgreich behandeln – mit einer OP oder sanften Therapien

Was ist eine Analfissur?

Eine Analfissur ist ein kleiner Riss oder eine Verletzung der Schleimhaut am After. Die Ursache von Analfissuren ist bis heute nicht zur Gänze geklärt. Gehäuft treten Fissuren bei hartem Stuhl oder Durchfällen auf. Typische Symptome von Analfissuren sind Schmerzen beim oder nach dem Stuhlgang sowie meist hellrote Blutungen. Halten die Symptome länger als 6 Wochen an oder Treten strukturelle Veränderungen wie z.B. aufgeworfene Randwälle auf, spricht man von einer chronischen Analfissur.

So werden Fissuren diagnostiziert

Zur Abklärung gehört zunächst ein ausführliches Gespräch (Anamnese) in freundlicher Atmosphäre. Anschließend untersucht Sie Frau Kemper vorsichtig von außen. Ergänzend nimmt sie eine kurze Tastuntersuchung des Enddarms und eine Spiegelung vor, soweit dies schmerzbedingt möglich ist. Bei Blutungen, welche nicht eindeutig auf die Fissur zurückzuführen sind, wird zusätzlich eine Darmspiegelung empfohlen, um ernsthafte Ursachen sicher auszuschließen.

Akute Analfissuren ohne OP behandeln

Akute Analfissuren heilen in den meisten Fällen von selbst ab. Günstig wirkt sich zudem eine ballaststoffreiche Ernährung zur Stuhlregulation aus, in der Regel kombiniert mit einer speziellen Salbentherapie. Am besten lassen Sie frühzeitig abklären, ob es sich um eine Analfissur handelt, um spätere Komplikationen zu vermeiden. Mit einer konservativen Behandlung (ohne OP) verschwinden laut Leitlinie 60 bis 90 % der akuten Analfissuren.

Konservative Therapien im Überblick

  • Stuhlregulation: Für eine gute Heilung ist wichtig, dass der Stuhl normal geformt ist – also weder zu hart noch zu weich. Verstopfung und Durchfall sollten vermieden werden.
  • Ernährung: Achten Sie auf eine ballaststoffreiche Ernährung. Dazu gehören Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Nüsse. Ergänzen Sie bei Bedarf Flohsamenschalen. Eine dauerhaft faserreiche Ernährung empfiehlt sich zudem, um das erneute Auftreten von Analfissuren zu verhindern.
  • Salbe: Calciumantagonisten sollten Sie für 8 Wochen oder bis zum Abheilen der Fissur anwenden. Auch Nitrate können helfen, führen aber häufiger zu Kopfschmerzen.
  • Schmerzmittel: Lokalanästhetika können die Schmerzen lindern, aber beeinflussen die Heilung nicht.
  • Sitzbäder: Sitzbäder können Ihnen helfen, sich wohler zu fühlen, auch wenn sie die Heilung der Fissur nicht direkt beschleunigen.
Ballaststoffreiche Ernährung

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Chronische Analfissur behandeln: Alles über die OP

Zwar ist eine konservative Behandlung auch nach 8 Wochen noch möglich, aber in diesem Fall empfehlen wir eher eine OP. Bei einer zusätzlichen Fistel kann es sinnvoll sein die OP auch früher durchzuführen.

Bei der Fissurektomie wird die Analfissur mitsamt den veränderten Gewebeanteilen sorgfältig entfernt, ohne den Schließmuskel zu verletzen. Zurück bleibt eine kleine offene Wunde, die regelmäßig gereinigt und behandelt wird, bis sie vollständig abgeheilt ist.

Die Fissurektomie heilt chronische Analfissuren meist besser als konservative Therapien. Bleibt sie allerdings erfolglos, kommen weitere Verfahren wie der sogenannte Advancement-Flap oder die laterale Sphinkterotomie ins Spiel. Bei der lateralen Sphinkterotomie wird ein Teil des Schließmuskels (Musculus sphinkter internus) durchtrennt. Hierdurch werden zwar die höchsten Heilungsraten erzielt, sie birgt aber ein höheres Risiko für Inkontinenz. Diese Alternative sollte daher nur dann besprochen werden, wenn alle anderen Optionen ausgeschöpft sind.

Die Analfissur-OP im Überblick:

  • Kosten: werden in der Regel von der Krankenkasse übernommen
  • OP-Dauer: 5 – 10 Minuten
  • Betäubung: Vollnarkose
  • Krankenhausaufenthalt: nein, ambulant
  • Krankschreibung: 5-7 Tage, ggf. länger je nach Tätigkeit

Operation der Analfissur: Heilungsdauer & Genesung

Die komplette Heilung dauert nach einer Analfissur-OP meist etwa 8 Wochen. Direkt nach dem Eingriff sind Schmerzen, Schwellungen und der Austritt von Wundflüssigkeit normal. Etwaige Beschwerden lassen sich mit Schmerzmitteln und ggf. Salben lindern.

Besonders in den ersten Tagen sind eine sorgfältige Wundpflege und Analhygiene wichtig. Scheuen Sie sich nicht vor dem ersten Stuhlgang nach der Analfissur-OP – er stört die Wundheilung meist nicht. Achten Sie allerdings auf eine gute Reinigung der Analregion.

Einige Tage nach der Analfissur-OP verbessert sich die Wunde meist spürbar und Schmerzen lassen nach. Weicher Stuhl, eine ballaststoffreiche Ernährung und ausreichend Flüssigkeit unterstützen die Heilung und verhindern ein Aufreißen der Wunde.

Nach 3 bis 4 Wochen ist das Narbengewebe meist gut ausgebildet und die meisten Patienten fühlen sich deutlich besser. Komplikationen wie Infektionen oder Vorerkrankungen (z. B. Diabetes, geschwächtes Immunsystem) können den Heilungsprozess verlängern. Langfristig helfen Stuhlregulierung und die Pflege des Analbereichs durch regelmäßiges Ausduschen der Wunde, Rückfälle zu vermeiden.

Komplikationen nach einer Analfissur-OP sind insgesamt selten, können aber auftreten. Eine sorgfältige Nachsorge reduziert das Risiko. Eine regelmäßige Analhygiene unterstützt die Heilung.

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Behandlung der Analfissur: Ihre Fragen, unsere Antworten

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Analfissuren sind stechend-schmerzhafte Einrisse der Afterhaut, die oft mit Blutungen beim Stuhlgang einhergehen. Hämorrhoiden sind vergrößerte Gefäßpolster, die eher Jucken, Nässen oder leichte Druckgefühle verursachen. Während Analfissuren akut starke Schmerzen auslösen, entwickeln sich Hämorrhoiden meist schleichend. Eine Abklärung beim Arzt ist auf jeden Fall sinnvoll.

Bei einer Analfissur sind Proktologinnen und Proktologen die richtigen Ansprechpartner. Auch Fachärzte für Allgemeinchirurgie oder Viszeralchirurgie mit proktologischer Erfahrung behandeln Analfissuren. Hausärzte können zunächst beraten und bei Bedarf an einen spezialisierten Proktologen überweisen. Sie können aber auch direkt einen Facharzt aufsuchen.

Eine schnelle Heilung kann je nach Fall durch Salben, weichen Stuhl, ballaststoffreiche Ernährung und ausreichend Flüssigkeit erreicht werden. Sitzbäder, Schmerzmedikation oder Zäpfchen können die Beschwerden lindern. Bei chronischen Fissuren, die länger als 6 Wochen anhalten, kann allerdings eine OP notwendig sein.

Bei akuten oder chronischen Fissuren empfehlen wir meist Salben mit Calciumantagonisten, da sie die Schließmuskeln entspannen, die Heilung fördern und weniger Nebenwirkungen haben als Nitrate. Die Behandlungsdauer beträgt in der Regel 8 Wochen. Lokalanästhetika können zusätzlich die Schmerzen lindern.

Akute Analfissuren heilen oft innerhalb von 2 bis 6 Wochen aus, wenn eine konservative Behandlung vorgenommen wird. Nach Operationen benötigt die Wunde meist ca. 8 Wochen für die Heilung. Die Genesung hängt von Wundpflege, Ernährung, Stuhlregulierung und weiteren individuellen Faktoren ab.

Bei einer Operation wird die Fissurzusammen mit überschüssigem umgebendem Gewebe direkt entfernt (Fissurektomie). Die in den USA übliche teilweise Durchtrennung des Schließmuskel (laterale interne Sphinkterotomie) wird in Deutschland auf Grund der erhöhten Inkontinenzraten nicht standardmäßig durchgeführt. Bei Fortbestehen der Fissur nach einer OP kann entweder einen erneute Fissurektomie oder ein Advancement-Flap ggf. mit Botulinumtoxin zur Muskelentspannung eingesetzt werden, um die Heilung zu fördern.

Eine Analfissur-OP gilt als risikoarm, kann unter anderem aber Schmerzen, Schwellungen und leichte Blutungen verursachen. Dank moderner Techniken, Schmerzmedikation und sorgfältiger Nachsorge verläuft die Behandlung meist gut. Eine Operation ist nur dann nötig, wenn konservative Therapien versagen oder Komplikationen vorliegen.

  • Der Analbereich ist stark bakteriell besiedelt, wodurch Infektionen oder Abszesse entstehen können. Anzeichen sind anhaltende Schmerzen, Rötung, Schwellung oder Eiterausfluss. Um dies zu vermeiden, verbleibt die Wunde nach der Operation offen und wird nicht vernäht.
  • Wundheilungsstörungen im Bereich der offenen Wunde können auftreten. Um eine gute Wundheilung zu erreichen ist die Analhygiene mit mehrmals täglichem Ausduschen der Afterregion notwendig. Hierdurch wird die Wunde gesäubert und kann gut heilen (Wundgranulation).
  • Wenn die Wunde nicht optimal heilt oder Ursachen wie harter Stuhl nicht behandelt werden, kann es sein, dass die Analfissur nach der OP wieder einreißt.
  • Selten kann eine Fistel [Ja1] zwischen Analkanal und Haut entstehen, die meist chirurgisch behandelt werden muss.
  • Kleine Blutungen sind normal, stärkere Blutungen können jedoch eine Nachbehandlung erfordern, besonders bei Gerinnungsstörungen oder Einnahme blutverdünnender Medikamente.

Eine gute Wundpflege, Stuhlregulierung und ärztliche Kontrolle sind entscheidend, um diese Risiken zu minimieren.

Ja, sitzen ist nach einer Analfissur-OP in der Regel möglich. Weiche Unterlagen oder spezielle Kissen entlasten den operierten Bereich. Längeres Sitzen oder starke Reibung (wie z.B. beim Radfahren) sollte in den ersten Tagen vermieden werden, um Schmerzen und Wundreizungen zu reduzieren.

Die Heilung nimmt nach einer Analfissur-Operation in der Regel etwa 8 Wochen in Anspruch. Die Dauer der Genesung hängt von der individuellen Wundheilung, Ihrer Stuhlkonsistenz und der Pflege des behandelten Areals ab. Ein Verzicht auf Nikotin kann bei Rauchern die Wundheilung deutlich verbessern. Bei Komplikationen kann es sein, dass die Wunde nach der Analfissur-OP länger nicht richtig heilt.